12.10.11

1 Jahr später


Die Feuerwehr hat unsere Türe eintreten müssen, um zu schauen, ob noch jemand drin ist.

Wir haben vor genau einem Jahr einen Schock erlebt und sind doch mit einem lachenden blauen Auge davon gekommen. Am 12. Oktober brannte über unserer Wohnung das Dach und wir wurden evakuiert. Es geht uns nun ungleich besser hier im Elztal und was soll ich viel reden: Danke Gott, dass niemand verletzt wurde und unser Häuschen uns gefunden hat.

Siehe auch hier: Es brennt!

02.05.11

Happy Birthday Noemi!

Wir hatten viel Spaß Noemi!
Alles Gute!




17.04.11

Nachlese





Nun, da der Brand schon 5 Monate her ist, habe ich mich an die Auswertung der geretteten Ordner vom Dachboden gemacht. Ich durfte ja eine Woche nach dem Feuer nochmals an den Brandherd zurückkehren und hatte ca. ein Dutzend wichtige Ordner aus Asche, Balken und Ziegeln in Müllsäcken abtransportiert. Waren die Umzugskartons ein Raub des Feuers geworden, so kam das Dach und das Löschwasser früh genug runter, um die darin aufbewahrten Ordner noch vor der kompletten Zerstörung zu retten. Der Geruch und die Nässe allerdings waren schon echt extrem. Erstaunlicherweise hat sich durch Feuchtigkeit samt hartem Winter der Aggregarzustand (Ich würde ihn mal als "eklig" bezeichnen.) der Papiere in den Monaten nicht wirklich geändert. Vor allem meine Zeugnisse und Sozialversicherungsnachweise konnte ich leicht angekokelt retten und nun der Trocknung aussetzen. Eigentlich unglaublich! Vielleicht sollte ich das alles mal scannen und in die "cloud" hochschieben?

Vielleicht besser, nicht, wer weiss, was da so anbrennen kann...






19.10.10

Zurück auf Los!






Wir kamen am 11.Oktober 2008 nach Mosbach und zogen für einige Wochen in eine Übergangswohnung ein. Nach 24 Monaten und einem Tag sind wir wieder genau in dieser Wohnung angekommen, da das von uns bewohnte Haus in der Innenstadt von Mosbach im Dachstuhl gebrannt hat. Die 2 Stockwerke tiefer gelegene von uns bewohnte Wohnung ist durch das Löschwasser nicht mehr nutzbar, es droht sogar die Lehmschilfdecke herunter zu fallen. Innerhalb von 3 Tagen räumten wir unsere Wohnung aus, ohne unsere unzähligen Helfer nicht denkbar. Einige Möbel und die Teppiche konnten wir direkt zur Müllhalde bringen.
Im Rückblick bleibt eine Woche später festzustellen, dass wir froh sind, dass es keine Verletzten gab auch wenn es einige materielle Verluste auf allen Seiten gibt.
Nicole konnte mit den Kindern rechtzeitig das Haus verlassen, einige Minuten später war das Treppenhaus durch Qualm nicht mehr als Fluchtweg nutzbar.

GOTT sei Dank!

..und Danke auch allen unseren Helfern, Nachbarn und Freunden, die uns beistehen.

Hier noch 3 Artikel aus der Lokalpresse:

Feuerwehr Mosbach

NOKZEIT

RheinNeckarZeitung

28.09.10

...ein Gedanke

Ich bin heute mit einem Gedanken aufgewacht...
Hat das Wort "Gedanke" etwas mit "Danken" zu tun?



EDIT: kein Wort davon auf WIKIPEDIA, war ja auch nur ein Gedanke...

Eine schöne Wendung wenn jeder Gedanke auch zu Dankbarkeit führt. Wenn man Gedanken nicht mehr nur "verschwendet", wie es so schön heisst. Ähnlich ist auch "Gedenken", wo man ja schon eher die Rückschau in dankbarer Erinnerung im Sinn hat.
Ich will heute mal versuchen, meine Gedanken mit Dankbarkeit zu füllen, denn das bin ich ja eigentlich: Dankbar.
Dankbar für unsere Ehe, unsere Zeit mit unseren wachsenden und gesunden Kindern, dankbar für die Aufgabe hier in Mosbach.
Ich glaube wir können ein stück weit selbst entscheiden, wohin unsere Gedanken sich wenden und welche Färbung sie haben.
Dankbarkeit ist auch Übungsache, aber eben recht schwer zu erlernen. Dietrich Bonhoeffer schrieb:
„Dankbarkeit sucht über der Gabe den Geber. So wird sie selbst zur Quelle der Liebe zu Gott und den Menschen. Wer dankend betet, vergisst zu klagen.“



Ach ja, und wenn wir schon bei Aufgabe sind: Aufgabe beinhaltet ja auch das Aufgeben von etwas. Ich bin dankbar, dass Gott mir im Aufgeben meiner Werkstatt und Selbstständigkeit das Verlassen meiner Vergangenheit geschenkt hat. Ich habe viele Ressourcen und Fähigkeiten im Chaos brach liegen lassen. Diese Zeit in Freiburg brauchte eine Pause. Vieles was ich schmerzlich aufgegeben habe, hing an mir wie ein Geschwür. Selbst alte Verhaltensweisen, die ich nicht ablegen konnte, durfte ich zuhause lassen. Aufgabe hat für mich etwas mit dem Wort Jesu zu tun:

"Wer sein Leben findet, der wird´s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird´s finden."

Das klang mir als junger Mensch doch recht abstrakt. Doch ich erlebe die kleinen Momente des Loslassens immer wieder als genau diese Befreiung. Abstand nehmen von sich selbst, Hinwendung zu Gott und Menschen, das fällt mir immer noch schwer und ist doch der einzige Weg.

Danke Gott, dass Du mir hilfst!